Linux











Kolophon





Einige technische Informationen zum Buch

Als Brotschriftart kommt die von Robert Slimbach entworfene Adobe Minion in 9.5/11.5 pt zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch ebenso gute Lesbarkeit und vor allem Platzökonomie wie die ansonsten omnipräsente Times New Roman aus, wirkt aber wesentlich frischer und moderner. Als Grotesk wird Zapf Optima verwendet, die von Herrmann Zapf entworfen wurde.

Natürlich wurde das Buch vollständig unter Linux geschrieben und gesetzt - die Beweggründe dafür bedürfen wohl keiner genaueren Erläuterung... Als Textsatzsystem kam LaTeX2e zum Einsatz, wobei die modernere pdfTeX-Variante als Backend verwendet wurde. Neben dem eigentlich angenehmer verarbeitbaren Ausgabeformat (wenn Acrobat und xpdf nicht voller Fehler wären) kann diese TeX-Variante mit einigen typographischen Besonderheiten aufwarten, insbesondere dem auch im Buch verwendeten vollständigen optischen Randausgleich (dabei werden Trennstriche, Satzzeichen o.ä etwas in den rechten Rand hinausgeschoben, um eine bessere optische Senkrechte zu erreichen). Diese Technik kann bis auf die 42-zeilige Gutenberg-Bibel zurückgeführt werden, wird aber von den allermeisten modernen Satzsystemen nicht unterstzützt, da sie kompliziert zu implementieren ist. Als Editor wurde GNU Emacs verwendet. Auch wenn dies allen vi-Benutzern völlig unverständlich ist, handelt es sich dabei einfach um den besten Editor der Welt ;-)

Die Generierung erfolgt mit Hilfe zahlreicher sed-, Shell- und Perl-Skripte, die beispielsweise zur Formatierung der abgedruckten Quelltextpassagen oder bei der Erstellung des Index verwendet werden. Die Unix-übliche Vorgehensweise, viele hintereinandergeschaltete Tools zur Realisierung einer Aufgabe zu verwenden, hat zusammen mit den mächtigen zur Verfügung stehenden Werkzeugen die Arbeit wesentlich erleichtert und viel langweilige Routine automatisiert. Eine vollständige Übersetzung der Quelldateien benötigt auf einem PIII/850 übrigens rund drei Minuten.

Obwohl beinahe während der gesamten Arbeit am Manuskript - von der Konzeption bis hin zur typographischen Feinkontrolle - Entwicklerkerne der 2.5er bzw. 2.6-test-Serie verwendet wurden, kam es zu keinen Abstürzen des Systems, wenn man von denen absieht, die der Autor durch verschiedene Experimente provoziert hat. Dies ist sicherlich kein schlechtes Zeichen für die stabile Kernversion.

Die Abbildungen wurden mit Hilfe des Draw-Moduls von OpenOffice.org erstellt, da dies (neben der Fähigkeit, direkt ins PDF-Format zu exportieren) auch einen halbwegs vernünftigen Template-Mechanismus mit sich bringt. Dennoch ist die Situation auf dem Feld der Illustrationsprogramme unter Linux noch weit davon entfernt, wirklich befriedigend zu sein.

Zur Erstellung der Codeflussdiagramme wurde eine spezielle Minisprache entworfen, mit der der Programmablauf abstrakt beschrieben werden kann. Die Umwandlung der Beschreibung in Grafiken erfolgt mit Hilfe eines in Perl implementierten Compilers, der auf die Fähigkeiten von LaTeX und des pstricks-Paket zurückgreift.

Die Cover-Abbildung hat übrigens nichts mit dem Linux-Kernel zu tun. Es ist daher sinnlos, sich den Kopf über eine eventuelle Verbindung zwischen einer Federwaage und dem Kern zu zerbrechen ;-)



Zuletzt modifiziert am 21. Oktober 2003 (01:32)